Neu: Tunnelblick impuls

Der Tunnelblick hat einen kleinen Bruder bekommen: Tunnelblick impuls.
Tunnelblick impuls ist schnell, aktuell, meinungsstark und serviceorientiert. Er wird sich zukünftig mit dem «großen» Tunnelblick abwechseln, der wie bisher jeweils ein Schwerpunktthema ausführlich behandelt. Die Zielgruppe beider Formate: ein breites Publikum, das wir zum Beispiel an Bahnhöfen, Mahnwachen oder auf der Straße erreichen. Ob ausführlich und fundiert oder aktuell und magazinartig: Information gegen die Desinformation bleibt das Programm.

#40: S-Bahn am Limit

Tunnelblick Nr. 40Die Stuttgarter S-Bahn war eine Erfolgsgeschichte. Seit ihrer Eröffnung 1978 ist die Zahl der Fahrgäste
stetig gewachsen. Heute zwängen sich täglich 360.000 Menschen in die überfüllten Züge. Doch mit der Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit ist es vorbei: Infolge der Vorbereitungen für Stuttgart 21 müssen viele S-Bahn-Nutzer Verspätungen erdulden und sich mit verpassten Anschlüssen abfinden. Weitere Einschränkungen während der Bauzeit hat die Bahn bereits angekündigt. Geht der Tiefbahnhof 2024 oder später tatsächlich in Betrieb, wird die S-Bahn vollends abgehängt.
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#39: Wahl-Extra: Kollektive Verantwortungslosigkeit

Tunnelblick 39»Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten.« Ob dieser Ausspruch nun von Kurt Tucholsky oder von der amerikanischen Anarchistin Emma Goldman stammt: Stimmt er denn? Ändern Wahlen wirklich gar nichts? Sicher nicht am politischen System und der Art und Weise, wie politische Entscheidungen in unserem Land zustande kommen. Aber an der grundsätzlichen, langfristigen Ausrichtung unserer Gesellschaft, wie die Geschichte zeigt – zum Guten wie zum Schlechten.
Trotzdem sinkt die Wahlbeteiligung. Sind die Bürger also uninteressiert, gleichgültig, gar verantwortungslos? Oder haben
sie einfach die Nase voll davon, dass Wahlen in erster Linie dazu dienen, Gefolgschaft und Mehrheiten herzustellen, und
Parteien Themen nur als Machtvehikel instrumentalisieren?
Ein Tunnelblick über Stuttgart 21, die Bundestagswahl und die kollektive Verantwortungslosigkeit der Politik.
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#38: Enteignet wird erst nach der Wahl

Tunnelblick Nr. 38Stuttgart 21 soll Angela Merkels Wahlkampf nicht stören. Der ursprünglich für Mai geplante Abriss eines teilweise noch bewohnten Mehrfamilienhauses in der Nähe des Stuttgarter Hauptbahnhofs ist deshalb auf den Tag nach der Bundestagswahl verschoben worden. Das kommt Bahn-Chef Rüdiger Grube gerade Recht, denn die Enteignung eines Wohnungseigentümers könnte wieder einmal unerwünschte Schlagzeilen bringen.
Ein Beitrag von Hermann G. Abmayer in Zusammenarbeit mit Kontext:Wochenzeitung.
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#37: Lasst die Filder leben!

Tunnelblick 37Die Filder, einst ländliche Idylle und einzigartiges, fruchtbares Ackerland, wurden in den vergangenen Jahrzehnten mehr und mehr zur Verfügungsmasse für Großprojekte – im Namen eines angeblichen technologischen und wirtschaftlichen Fortschritts. Heute überzieht ein dichtes Straßennetz die Hochebene vor den Toren Stuttgarts. Der Flughafen wurde ausgebaut und bringt die Menschen um ihre Ruhe. Auch für die neue Messe wurde wertvolles Ackerland zubetoniert. Nun droht weitere Zerstörung durch das Milliardenprojekt Stuttgart 21. Doch die Filderbewohner wehren sich.
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#36: Mobilität neu denken

ES21_Tunnelblick-36Ausbau von Bahn und ÖPNV, weniger Autofahrten, mehr Fahrräder: Solche Forderungen gehören in Parlamenten, Amtsstuben und Talkshows inzwischen zum Standardrepertoire. Das muss die Autoindustrie und ihre Lobbyisten zutiefst beunruhigen. Denn sie wollen vor allem eines: ihre Produkte verkaufen. Milliardeninvestitionen für unnütze Projekte wie Stuttgart 21, die den Verkehrsträger Schiene gegenüber der Straße schwächen, kommen ihnen da sehr gelegen. Verkehrswende rückwärts heißt der Plan, auch wenn offiziell das Gegenteil verkündet wird. Höchste Zeit, dass die Menschen selbst in die Hand nehmen, wie sie in Zukunft mobil sein wollen.
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»Sich ohne Stau und frei und uneingeschränkt in sauberer Luft bewegen können, ohne die Rechte anderer einzuschränken«, das ist das Ziel des World Naked Bike Ride.

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#35: Bohren um jeden Preis

ES21_Tunnelblick-35Das Genehmigungsverfahren für die Filder-Planungen ist noch nicht einmal eröffnet, da will die Bahn nach üblichem Muster Fakten schaffen: In Kürze soll die Firma Herrenknecht ihre Tunnelbohrmaschine für den Fildertunnel liefern. Allen Warnungen zum Trotz behauptet die Bahn, sämtliche Probleme beim Tunnelbau beherrschen zu können, und hat deshalb weder mögliche Zeitverzögerungen noch weitere Kostensteigerungen eingeplant. Dabei sollte gerade sie es besser wissen: Ihre Tunnelprojekte durch den Karst kosten den Steuerzahler regelmäßig viele Millionen mehr als geplant. Dies wird auch bei Stuttgart 21 nicht anders sein. Nur die Dimension der Mehrkosten und Folgeschäden in Stuttgart und dem Umland wird eine ganz andere sein!
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#34: Aufs Abstellgleis

ES21_Tunnelblick-34Die Chance auf neues Wohnen inmitten blühender Parklandschaften – das versprechen die Propagandisten von Stuttgart 21. Dafür opfern sie schnell mal ein paar Stadtbezirke, die eher an der Peripherie liegen und deren Bewohner sich nicht wehren: #Untertürkheim, da schafft man beim Daimler. Obertürkheim, ist da nicht der Neckarhafen? Und #Wangen kennt man sowieso nur vom Großmarkt. Drei Stuttgarter Stadtbezirke – ein einziges Industriegebiet. Leben dort überhaupt noch Menschen? Wäre das nicht ein idealer Platz für einen bei Tag und Nacht mit 107 Dezibel lärmenden Abstell- und Wartungsbahnhof?
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#33: Geschenkt wäre noch zu teuer

ES21_Tunnelblick_33_coverStuttgarts neuer Bahnhof: kompliziert, unübersichtlich und eng – eine Herausforderung, die Bahnfahren nicht nur für ältere und behinderte Menschen, Familien und Reisegruppen zu einer nervenaufreibenden Sache machen wird. Zudem eine tödliche Falle im Katastrophenfall und ein mögliches Ziel für Terroristen. Das ist das Ergebnis von nahezu 20 Jahren »Planung«, die bis heute nicht einmal ein brauchbares Evakuierungskonzept hervorgebracht hat. Milliarden sollen für ein vermeintliches technisches Wunderwerk ausgegeben werden, bei dem sich der Fahrgast dem Konzept anpassen muss – nicht umgekehrt. Dabei gibt es die sichere, großzügige, übersichtliche sowie stress- und barrierefreie Alternative schon: den Kopfbahnhof.
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Hinweis: In der ersten Druckversion dieses Tunnelblicks stützten wir uns auf Angaben, die wir den Unterlagen des Pfb 1.1 entnahmen. Dort sind die Bahnsteigbreiten des Kopfbahnhofs durchgängig mit mehr als 10 m angegeben. Messungen der Ingenieure 22 ergaben nun, dass nur die Bahnsteige 1 und 2 mehr als 10m, alle anderen Bahnsteige aber 8,5 Meter breit sind. Für diesen Fehler bitten wir Sie um Entschuldigung. Die online-Version wird zeitnah korrigiert.

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#32: Fortschritt, welcher Fortschritt?

ES21_Tunnelblick-32Stuttgart 21 wird gebaut. Es wird mehr Geld kosten – na, und? … ein Modernisierungsprogramm sondergleichen … ein Bahnhof der neuen Generation für eine neue Generation. Deutschland zeigt, was es kann … Zukunft ist nicht nur denkbar, sondern soll machbar bleiben und Wirklichkeit werden … ein Beispiel dafür, wie in anderen Städten Zukunft gebaut werden kann … ein Entwicklungsschub …, wie es ihn seit dem späten 19. Jahrhundert nicht mehr gegeben hat … ›Kathedralen der Moderne‹ … Zeichen einer neuen deutschen Moderne … (Aus einem SWR-Kommentar zu Stuttgart 21, März 2013)
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