{"id":1302,"date":"2017-01-04T12:49:39","date_gmt":"2017-01-04T11:49:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tunnelblick.es\/press\/?p=1302"},"modified":"2017-01-04T12:50:09","modified_gmt":"2017-01-04T11:50:09","slug":"66-bilanz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.tunnelblick.es\/press\/2017\/01\/66-bilanz\/","title":{"rendered":"#66: Bilanz"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.tunnelblick.es\/press\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/ES21_Tunnelblick-66.png\" rel=\"shadowbox[sbpost-1302];player=img;\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1303\" src=\"http:\/\/www.tunnelblick.es\/press\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/ES21_Tunnelblick-66-212x300.png\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.tunnelblick.es\/press\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/ES21_Tunnelblick-66-212x300.png 212w, http:\/\/www.tunnelblick.es\/press\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/ES21_Tunnelblick-66.png 750w\" sizes=\"(max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a> Stuttgart 21 im Jahr 2016: f\u00fcr die meisten nur noch ein Grund zum Kopfsch\u00fctteln. Denn das Projekt strotzt nur so vor Planungsm\u00e4ngeln, Regelverst\u00f6\u00dfen und Ausnahmegenehmigungen. Und immer mehr L\u00fcgen und Tricks hinsichtlich Bauzeit, Leistungsf\u00e4higkeit, Risiken und Kosten kommen ans Licht. Viele fragen sich: Kann Deutschland noch Gro\u00dfprojekte? Doch die Frage ist falsch gestellt und vernebelt mehr, als sie erhellt&nbsp;\u2026<\/p>\n<div class=\"infobox\" style=\"float: left;\"><a href=\"http:\/\/www.tunnelblick.es\/press\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/ES21_Tunnelblick-66_s.pdf\">Tunnelblick 66 als PDF-Datei (Webausgabe)<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.tunnelblick.es\/press\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/ES21_Tunnelblick-66.pdf\">Tunnelblick 66 als PDF-Datei (Druckversion)<\/a>\n<\/div>\n<p><!--more-->Denn die wesentlichen M\u00e4ngel und Probleme von Stuttgart 21 sind l\u00e4ngst bekannt \u2013 sp\u00e4testens seit dem \u00f6ffentlichen Faktencheck 2010. Die Verantwortlichen wissen, was sie tun: \u00bbHier sind keine Hasardeure und Idioten t\u00e4tig!\u00ab, verteidigte Bahn-Anwalt Peter Sch\u00fctz im Oktober 2015 das Projekt. Die Frage m\u00fcsste also richtig lauten: Was hindert \u00bbDeutschland\u00ab daran, derart sch\u00e4dliche Gro\u00dfprojekte abzubrechen?<\/p>\n<h2>Murks als Gesch\u00e4ftsmodell<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Deutsche Bahn AG ist die Antwort klar: Jeder Abriss von Infrastruktur mitsamt sich anschlie\u00dfenden Neu-, Fehl- und Umplanungen sp\u00fclt ihr neues Steuergeld in die Konzernkasse. Je mehr s\u00fcndhaft teure Tunnelbau-Planungen also, desto mehr Geld. Und werden die Verluste zu gro\u00df, hilft der Staat mit einer Finanzspritze. Hier gilt in besonderem Ma\u00dfe, was DIE ZEIT im Juli 2015 feststellte: \u00bbKaum etwas ist f\u00fcr viele Firmen profitabler als eine Baustelle, auf der nichts vorangeht: Jede Verz\u00f6gerung bringt Millionen. \u2026 Manche Panne ist keine Panne mehr, sondern ein Gesch\u00e4ftsmodell\u00ab.<\/p>\n<h2>Willkommen im postfaktischen Zeitalter<\/h2>\n<p>Und solange sich das f\u00fcr Bahn, Banken und Baukonzerne rechnet, wird sich kaum ein Volksvertreter mit Karriereambitionen finden, der bereit ist, sich die Finger zu verbrennen und einen Projektabbruch zu fordern. Dann schon lieber Tatsachen ignorieren und offensichtliche L\u00fcgen akzeptieren, besser gef\u00fchlte Wahrheiten anstelle von Fakten ins Feld f\u00fchren. Mit genau diesen Worten umschrieb \u00fcbrigens die Gesellschaft f\u00fcr deutsche Sprache ein Gebaren, dem sie soeben das Wort des Jahres 2016 widmete: \u00bbpostfaktisch\u00ab. In dieser Hinsicht unterscheiden sich unsere politischen Eliten also nicht von ihren Feinden \u2013 von Trump \u00fcber Putin und Erdogan bis hin zur AFD. Wie kann Demokratie angesichts dieser doppelten Bedrohung \u2013 von au\u00dfen und von innen \u2013 verteidigt und verwirklicht werden? Das ist die Aufgabe, vor die uns Stuttgart 21 im Kontext der weltpolitischen Lage stellt. Ihr werden wir uns widmen \u2013 in welcher Form, wird sich zeigen.<br \/>\n<em>Redaktion Tunnelblick, im Dezember 2016<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stuttgart 21 im Jahr 2016: f\u00fcr die meisten nur noch ein Grund zum Kopfsch\u00fctteln. Denn das Projekt strotzt nur so vor Planungsm\u00e4ngeln, Regelverst\u00f6\u00dfen und Ausnahmegenehmigungen. 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